Altbau erwerben mit Hilfe eines Fachmanns/frau

Die meisten interessierten Hauskäufer sind überfordert, wenn es darum geht, alle wichtigen Schäden an einem alten Haus ausfindig zu machen. Daher ist anzuraten, bei der Besichtigung eines building-729401_640solchen Objektes einen Experten zur Seite zu haben. Hierzu eignet sich ein Architekt oder ein Sachverständiger. Hierfür ein paar hundert Euro zu investieren ist allemal lohnen, wenn man bedenkt, was ein Fehlkauf Kosten verursachen würde. Dieser gibt auch Auskunft welche Kosten bei den nötigen Sanierungs-Arbeiten entstehen und ob der Kauf überhaupt lohnend ist. Wer einen Experten diesbezüglich hinzuziehen möchte, der kann beim Bauherrenschutzbund nachfragen.

Ein Denkmalgeschütztes Haus modernisieren

Sind schon interessante Objekte, so denkmalgeschützte Häuser. Allerdings nicht immer ganz billig, wenn man an die zahlreichen Modernisierungsmaßnahmen denkt. Obendrein müssen viele rechtliche Vorgaben diesbezüglich beachtet werden. Andererseits wenn man die erforderlichen Richtlinien befolgt, kann man staatliche Förderung in Anspruch nehmen. Sind Renovierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Immobilie erforderlich, muss man sich zuerst um eine behördliche Genehmigung kümmern.

Diese wird von Denkmalamt der Stadt ausgestellt. Dazu kommt ein Bevollmächtigter der Stadt zur Baustelle und bespricht mit dem Hausbesitzer die gewünschten Renovierungsmaßnahmen. Da Baumaßnahmen bei denkmalgeschützten Häusern nicht gerade billig sind, erhält der Hausbesitzer meistens Zuschüsse. Das bedarf eines Antrags, vor der Antragsstellung kann man sich beim Denkmalamt erkundigen, ob Aussicht auf Erfolg besteht oder nicht?

Bezüglich Renovierung bei Immobilien dieser Art, müssen einige Vorschriften beachtet werden. Zum Beispiel muss eine Wärmedämmung immer im Innenbereich des Hauses angebracht werden, damit die Fassade nicht beschädigt wird und das Aussehen erhalten bleibt. Auch Fenster aus Kunststoff sind in einem denkmalgeschützten Haus nicht erlaubt. Wird beabsichtigt auf dem Dach eine Solaranlage zu installieren, so muss diese unsichtbar eingebaut werden, sie darf sozusagen von außen nicht gesehen werden. Daher ist es wichtig, sich vorab über solche Richtlinien aufklären zu lassen.

Fördermöglichkeiten

Nicht selten kommt es in solchen Häusern vor, dass die Fenster und Türen zugig sind und mittels schlechter Isolierung die Wärme durch die Decke verschwindet. Denkmalgeschützte Häuser haben bis zum Jahr 2050 Zeit diese Mängel zu beseitigen. Ob Fenster und Türen erneuert werden müssen, die Heizanlage ausgewechselt werden muss oder eine Dämmung des Dachbodens vonnöten ist, für solche Sanierungs-Maßnahmen können Fördergelder von der staatlichen KfW-Bank in Anspruch genommen werden. Wer vorhat möglichst schnell mit notwendigen Sanierungs-Arbeiten zu beginnen, der sollte gleich bei der KfW-Bank Zuschüsse beantragen. Diese Zuschüsse können für eine Komplett-Sanierung bis zu 75000,- € betragen. Wem eine komplette Sanierung zu teuer kommt, der kann auch einzelne Sanierungs-Maßnahmen vornehmen und hierfür Zuschuss beantragen. Je nach Höhe dieser Kosten kann der Zuschuss bis zu 50000,- € ausmachen. Bezüglich der Rückzahlung werden Zinssätze von etwa 1 % berechnet.

Steuerlich absetzen

Auch steuerlich können durchgeführte Sanierungen an denkmalgeschützten Gebäuden geltend gemacht werden. Unter sogenannten Sanierungskosten werden die als Abschreibungen aufgeführt. Diese steuerlichen Erleichterungen können in Anspruch genommen werden, wenn man nachweisen kann, dass die Sanierungs-Maßnahmen den Erhalt und der sinnvollen Nutzung des Denkmals dienen.
Ebenfalls wichtig in Erfahrung zu bringen, ob das Haus ganz oder nur teilweise denkmalgeschützt ist.

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